Stundensatz-Rechner für Freelancer
Was musst du pro Stunde verlangen, um wirklich von deiner Selbstständigkeit zu leben? Trag deine Zahlen ein – der Rechner zeigt dir sofort deinen Mindest-Stundensatz und Tagessatz. Alles passiert in deinem Browser, nichts wird übertragen.
Warum dein Stundensatz höher sein muss, als du denkst
Der häufigste Fehler beim Start in die Selbstständigkeit: Man nimmt das alte Brutto-Monatsgehalt, rechnet es auf einen Stundenlohn herunter und schlägt „ein bisschen was drauf". Das Ergebnis ist fast immer zu niedrig – oft um die Hälfte. Denn dein Stundensatz muss Dinge abdecken, die beim Angestellten unsichtbar im Hintergrund liefen: Urlaub, Krankheit, Versicherungen, Akquise, Steuern und unbezahlte Bürozeit.
Dazu kommt der entscheidende Punkt: Nicht jede Arbeitsstunde ist eine bezahlte Stunde. Wer 40 Stunden pro Woche arbeitet, kann davon vielleicht 22 bis 25 Stunden tatsächlich abrechnen. Der Rest geht für Akquise, Angebote, E-Mails, Buchhaltung und Weiterbildung drauf. Genau deshalb rechnet dieser Rechner mit deiner realistischen Auslastung statt mit deinen Gesamtstunden. Wie viele deiner Stunden tatsächlich abrechenbar sind, findest du am einfachsten heraus, wenn du sie sauber erfasst – wie das geht, zeigt unser Leitfaden zur Zeiterfassung für Freelancer.
Die Formel hinter dem Rechner
Der Rechner geht in vier Schritten vor – von deinem Ziel rückwärts zum Stundensatz:
- Gewinn vor Steuer: dein Netto-Ziel geteilt durch (1 − Steuersatz). Bei 36.000 € Netto und 25 % Steuer sind das rund 48.000 €.
- Benötigter Jahresumsatz: Gewinn vor Steuer plus deine Betriebskosten. Mit 15.000 € Kosten also rund 63.000 €.
- Abrechenbare Stunden: deine produktiven Arbeitstage mal Stunden pro Tag mal Auslastung. Realistisch rund 1.000–1.200 Stunden im Jahr.
- Stundensatz: benötigter Umsatz geteilt durch abrechenbare Stunden. Im Beispiel rund 63 € netto pro Stunde.
Den kompletten Rechenweg mit drei durchgerechneten Beispielen findest du im Leitfaden Stundensatz berechnen für Freelancer. Wenn dein kalkulierter Satz feststeht, gießt du ihn mit unserer kostenlosen Angebotsvorlage direkt in ein fertiges Angebot.
Stundensatz, Tagessatz oder Pauschalpreis?
Der Stundensatz ist die Grundlage deiner Kalkulation – aber nicht immer die beste Art, ihn dem Kunden zu präsentieren. Bei klar umrissenen Projekten ist ein Pauschalpreis oft attraktiver: Der Kunde hat Planungssicherheit, und du wirst für dein Ergebnis bezahlt statt für deine Zeit. Der Rechner zeigt dir deshalb auch direkt den passenden Tagessatz. Wichtig bleibt: Ohne sauber kalkulierten Stundensatz im Hintergrund kannst du keinen Pauschalpreis vernünftig ansetzen.
Häufige Fragen
Wie berechne ich meinen Stundensatz als Freelancer?
Du rechnest von deinem Jahres-Netto-Ziel rückwärts: Netto durch (1 minus Steuersatz) ergibt den nötigen Gewinn vor Steuer, plus deine Betriebskosten ergibt den benötigten Jahresumsatz. Diesen teilst du durch deine tatsächlich abrechenbaren Stunden pro Jahr.
Warum sind nicht alle Arbeitsstunden abrechenbar?
Akquise, Angebote, E-Mails, Buchhaltung und Weiterbildung kannst du keinem Kunden in Rechnung stellen. Realistisch sind 50–65 % deiner Arbeitszeit abrechenbar. Wer mit voller Auslastung kalkuliert, rechnet sich systematisch arm.
Ist der berechnete Stundensatz netto oder brutto?
Der Rechner liefert deinen Netto-Stundensatz, also ohne Umsatzsteuer. Auf Rechnungen kommt – sofern du kein Kleinunternehmer nach § 19 UStG bist – noch die Umsatzsteuer obendrauf.